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Wafuku (de)

From ImmortalGeisha

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Kanji, Kana & Aussprache
Kimono junihitoe 01.jpg
Jūnihitoe: Höfische Frauenkleidung der Heian Ära
Romaji Wafuku
Kanji 和服
Kana わふく
Audio Bald verfügbar
(n) traditionelle japanische Kleidung


Wafuku (和服, wörtlich "japanische Kleidung") ist der Oberbegriff sämtlicher Arten traditioneller, japanischer Kleidung, darunter auch Kimono. Da "Kimono" oder "Kirumono" übersetzt nur soviel wie "Sache zum Anziehen" bedeutet, wurde dieser Begriff in der Zeit der Meiji Ära eingeführt, um die Unterscheidung von westlicher und japanischer Kleidung möglich zu machen.

Die Entwicklung des Wafuku lässt sich bis in die sogenannte Jōmon Ära, die Vorgeschichte zurückverfolgen, deren Beginn auf etwa 14.000 v.Chr. datiert ist. Es ist wahrscheinlich, das bereits im vorrausgegangenen Paläolithikum ( auch Altsteinzeit: Beginn etwa nach 50.000 v.Chr, Ende mit der letzten Eiszeit; dies entspricht auch ungefähr dem Beginn der Jōmon Ära) bereits Menschen auf dem japanischen Archipel lebten. [1] In der Jōmon Ära jedoch, tauchen die ersten Zeichen einer Zivilisation mit stabilen Lebensverhältnissen auf.

Wafuku (meist Kimono und dazugehörige Kleidungsstücke) wird heutzutage immer noch regelmäßig in Japan getragen, sowohl von Leuten, die ein Interesse an traditoneller Kleidung pflegen, als auch von denjenigen, für welche Wafuku ein Teil der Arbeit, der Kunst oder der Religion ist.

Contents

Wafuku, Kimono und Gofuku

Der Begriff "Wafuku" entstand in der Meiji Ära, dafür gedacht japanische von westlicher Kleidung, Yōfuku (洋服), zu differenzieren. Davor wurde japanische Kleidung schlicht "Kimono" (着物) oder "Kirumono" (着る物) genannt, was einfach "Kleidung" bedeutet. Die Bezeichnung "Kimono" für jap. Kleidung blieb auch in der Meiji Ära bestehen, wurde von da an aber auch spezifisch für die langen, weitärmeligen Roben benutzt, die heutzutage als Kimono bekannt sind.

"Gofuku" (呉服) stammt aus der chinesischen Zeit der Drei Reiche (chin. 三國 / 三国, Sānguó, ca. 208–280 n. Chr.), in der Stoffe und Nähtechniken von China nach Japan gebracht wurden. Ursprünglich wurde seidene Kleigung als "Gofuku", baumwollende als "Futomono" (太物) bezeichnet und von verschiedenen Händlern geführt. Heute sind Läden die Kimono verkaufen auch als "Gofukuya" (呉服屋) bekannt.

Geschichte

Die ältesten, schriftlichen Geschichten Japans, die Nihonshoki, Kojiki und Fudoki beginnen im 7. Jahrhundert. Daher ist aus der Zeit vor diesem Zeitalter wenig über die Kleidung bekannt.

Jōmon und Yayoi Zeitalter (14.000 v.Chr. bis 300 n.Chr.)

Das Jōmon oder "Strohseilmuster" Zeitalter ist bekannt für ihre, mit eindedrückten Mustern von gepflochtenen oder ungepflochtenen Seilen geschmückten, Tongefäße. Die Kunst des Webens ist in dieser zeit noch unbekannt und Kleidung meistens aus Tierfellen hergestellt."The earliest known pottery comes from Japan, and is dated to about 10,600 BC.China and Indo-China followed shortly afterward" ("Past Worlds" The Times Atlas of Archeology. p. 100, 1995). Die Menschen der Jōmon Ära trugen wahrscheinlich Schmuck aus Stein und Muschelschalen, es gibt aber nur wenige ärchäologische Funde, die dies belegen.
Der Beginn der Yayoizeit ist gekennzeichnet durch den Einfluss neuer Techniken, wie dem Weben, dem Reisanbau und der Eisen- und Bronzeherstellung. Es ist anzunehmen, dass die Menschen weit geschnittene Roben und ihr Haar gepflochten trugen. Chinesische nach Kyūshū Reisende, während der Han und Wei-Dynastie, zeichneten ihre Beobachtungen der Einheimischen auf und behaupteten, diese seien die Nachkommen des Tàibó ("Großgrafen") der Wu. Sie beschreiben Tatowieren, Zähne ziehen, Männer mit gepflochtenem Haar und Frauen die weite, einteilige Kleidung tragen. Die Yayoikultur verbreitete sich schnell bis auf die Hauptinsel Honshū und vermischte sich dort mit der Jōmonschen Urkultur.[2]

Kofun bis Asuka Zeitalter (250-710 n.Chr.) (Yamato Zeitalter)

Es wird angenommen, dass sowohl Männer als auch Frauen der Kofun Ära zweiteilige Bekleidung trugen. Im 5. Jahrhundert begann Japan dem imperialen China Tribut zu senden und seine Administration, sowie den Kaiserhof nach chinesischem Vorbild zu organisieren.

Grabbemahlungen aus dem 7. und 8. Jahrhundert zeigen Männer und Frauen die ihre Krägen links über rechts gekreuzt tragen. Auf diesen Bildern basiert auch die Annahme, dass die Menschen aus Stoff, nicht Leder gefertigte Obi trugen.

Nara Zeitalter (710-794 n.Chr.)

Frau in Bekleidung des Nara Zeitalter

Alle Erkenntnisse über die Bekleidung des Nara Zeitalter stammt aus zeitgenössischen Schriftstücken, z.B. Shokunihongi. Der Taihō-Kodex, verkündet 701 n. Chr., beinhaltet auch Regeln für Bekleidung. Der Kodex selber ist nicht erhalten, aber es ist bekannt, dass dieser Richtlinien für die Tracht am kaiserlichen Hof enthielt. Dazu gehörten zeremonielle Kleidung (礼服 reifuku), Morgenkleidung (朝服 chōfuku) und Uniformen (制服 seifuku), nicht aber Kleidung gewöhnlicher Leute.

Zu der zeremoniellen Tracht gehörte auch die Kleidung für wichtige Anlässe, wie z.B. die erste zeremonielle Reisdarbringung eines neu gekrönten Kaisers. Morgenkleidung war die tagsüber für höfische Aufgaben genutzte Bekleidung und "Uniformen" wurden von Regierungsbeamten getragen, die keine besondere Position innehatten. Die höfische Tracht der Narazeit war stark durch das T'ang China beeinflusst, Farbe und Stile streng dem Rang und der Position des Trägers zugeordnet.

Heian Zeitalter (794-1185 n.Chr.)

Jūnihitoe, getragen zu einer Präsentation traditioneller, japanischer Kultur

Über die Bekleidung des Kaiserhofes der Heian Ära ist relativ viel bekannt und einige Arten sind auch heute noch für zeremoniellen Anlässen gebräuchlich. Dagegen ist über die Bekleidung der niederen Schichten sehr wenig in Erfahrung zu bringen.

Zur Tracht der "Offiziellen" (civil officials) und der Kriegerklasse gehörten Kosode; ōguchibakama; Hitoe; uenohakama; Shitagasane. Die Hoftracht der Frauen bestand unter Anderem aus Jūnihitoe, Kosode, nagabakama, Hitoe, Itsutsuginu, Uchiginu, Uwagi und Karaginu.

Kamakura bis Muromachi Zeitalter (1185-1573 n.Chr.)

Die Standardausstattung der einfachen Männer, bestand aus Suikan (水干) und Hitatare (直垂), kurzen, weitärmeligen, zweiteiligen Roben. In der Muromachi Ära wurde der Hitatare die Standardbekleidung der Kriegerklasse, Frauen tugen geschichtete Kosode.

Edo Zeitalter (1603-1868 n.Chr.)

Kamishimo Männerensemble der Kriegerklasse im Edo Zeitalter

Im Edo Zeitalter wurde der Kleidungsstil stark vereinfacht. Männer trugen Kamishimo, bestehend aus einem Kimono, Hakama und einer dazu passenden Ärmellösen Jacke (im Bild). Der Kosode wurde in den niederen Schichten beliebt und sogar Städter trugen luxuriöse Gewandungen, zur wachsenden Besorgnis der Bafuku Shogunat Regierung. Einige wurden beeinflusst vom Kleidungsstil der Teezeremoniemeister und man begann den Obi hinten zu binden.

In der späten Edozeit führte Japan die nationale Isolation ein und Kontakte zu Ausländern weitesgehend unterbunden. 1785 wurde zudem eine Kleiderordnung eingeführt die nur Baumwoll- und Hanfkleidung, sowie eine begrenzte Farbwahl den niederen Klassen zuwies. Diese wurde 1864 wieder abgeschafft, als die Bafuku anfingen westliche Militäruniformen zu tragen.

Meiji bis Showa Zeitalter (1868-1926 n.Chr.)

Westliche Frisuren und Frauenmode des Meiji Zeitalter

Mit Beginn des Meiji Zeitalter begann die Regierung sich auf moderne Seidenfabriken zu konzentrieren. Das Land war wieder offen, der Seidenexport wurde ein sehr wichtiger Handelszweig und die Preise für das kostbare Gut stiegen in Japan. Frauenwafuku begann nun verschiedenste Stoffe zu nutzen, besonders enstanden neue Seidenarten, wie Chirimen, Rinzu und Omeshi. Das Färben avancierte zu einem sekundären Industriezweig.

Der Kontakt der Menschen zum japanischen Adel und zu Ausländern nahm stark zu in der Meijizeit, westliche Mode konnte sich rasch etablieren. Um sich modern und das Aussehen einer Zivilisation zu geben, sowie Verhandlungen zu vereinfachen, wechselten die Regierungsbeamten zu westlicher Kleidung, insbesondere im Kontakt zu nicht Japanern. Für den Großteil jedoch blieb westliche Kleidung unerschwinglich und Traditionen hielten sich stark.

Bald wurde Kleidung im westlichen Stil auch in Japan produziert. Um die beiden Arten zu differenzieren, wurde die traditionelle, zuvor "Kimono" genannte, Kleidung fortan "Wafuku" getauft, während der alten Begriff nur noch sehr spezifisch für das Kleidungststück genutzt wurde, dass auch heute noch als Kimono bekannt ist.

Yōfuku erschien auf dem Massenmarkt zunächst in "Kashi-Ishōya", Läden in denen man westliche Kleidung ausleihen konnte. Schon bald tauchten mehr und mehr Geschäfte auf, die diese auch verkauften. Während der Meijizeit aber, blieb Wafuku Alltagskleidung, während Yōfuku fast nur von Männern und nur zu Ausflügen oder zeremoniellen Anlassen getragen wurde.

1871 wurde die Uniform des Militärs und der Verwaltung durch einen kaiserlichen Erlass auf die westliche Variante umgestellt und Polizisten, Bahnbeamte und Lehrer trugen fortan westliche Kleidung. Die Shuluniformen der Jungen wurden nach Vorbild preußischer Militäruniformen entworfen; dieser Stil wird auch heute noch oft von Jungen der Mittel- und Oberschulen getragen. Angefangen während der Meijizeit bis in die frühe Shōwazeit bestand die Schuluniform der Mädchen aus Kimono und Andon-Bakama. Viele junge Frauen tragen auch heute noch Hakama zum Schulanfang und zu ihrer Abschlussfeier. Besonders in adeligen und gebildeten Kreisen blieb Wafuku bis in die späte Taishozeit, in der die heute übliche Matrosenuniform eingeführt wurde, Norm.

In den 1920ern gab es eine Frauenbewegung, die Andere davon überzeugen wollte, zu westlicher Kleidung zu wechseln. Die Gründe dafür waren zum einen der Komfort und die bessere Praktikabilität, zum anderen war es auch Modern. Nachdem großen Kantō Erdbeben 1923, bei dem viele japanisch gekleidete, und dadurch in ihrer Bewegung eingeschränkten Frauen verletzt wurden, gründete sich 1924 die "Tokyoter Frauen-und Kinderkleidungs Union" um die Umstellung der Kleidung zu bewerben.

Zum Rückgang des Wafuku trug auch bei, dass dieses ursprünglich vom Hanfu (漢服; Japanese: kanfuku) beeinflusst war, der tradionellen chinesischen Kleidung. Unter chinesischen Revolutionären der 1900ern wurde japanische Kleidung ein Symbol des Wiederstandes gegen die Manchurische Herrschaft in Manchukuo (der manchurische Marionettenstaat Japans), aufgrund seine Ähnlichkeit zur traditionellen Kleidung Chinas.

Frühes Shōwa Zeitalter, 1926-1945

Männerkleidung der frühen Shōwazeit (1938)

Zwischen 1881 und 1945 wurden Schulmädchen darin unterrichtet japanische Kleidung per Hand zu nähen. Nicht um dies als Beruf zu ergreifen, sondern um später, nach der Heirat, selber für sich und die Familie Kleidung zu fertigen.

1935 synthetisiert die amerikanische Firma Du Pont erfolgreich die erste künstliche Seide, die ab 1939 in Massenproduktion ging. Der Erfolg des Nylons ging einher mit einem dramatischen Einbruch der Seidenexporte Japans. Mitte der 1940er wurde das Gesetz über Produktion und Verkauf von Luxusgütern in Kraft gesetzt. Veredelte Waren, Stickereien, Gold- und Silbergarn, Pongeeseide und andere Luxusartikel wurden verboten.

In den späten 1940ern wurde das "Natinaluniformgesetz" durch ein kaiserliches Dekret veröffentlicht und die Militärkleidung wurde zur "Nationaluniform" für Männer. Das Gesetz schrieb jedes Detail eines jeden Bestandteils der Kleidung vor, von der Unterwäsche, über Schuhe und Handschuhe bis hin zur Überbekleidung. Alles war im westlichen Stil, mit offenen Krägen, schmalen Ärmeln und Knöpfen gehalten und hatte in einem gelb-bräunlichem Farbton gefärbt zu sein. Reichere Männer ließen sich die Uniform Maßanfertigen. Um die Uniform beliebter zu machen gab die Dai Nippon Kokuminfuku Kyōkai (大日本国民服協会, Japanese National Uniform Association) die Zeitschrift "Kokuminfuku" (Nationale Uniform) heraus und verteilte sie.

Bis 1942 beschäftigte sich das Sozialministerium mit der Frage der Frauenbekleidung und gab schließlich die neue Frauentracht, fujin hyōjunfuku (婦人標準服) oder "Standardfrauenbekleidung" genannt, bekannt. Ein Beweggrund dafür war möglichst viel Material einzusparen. Es gab zwei Ausführungen: Im westlichen Stil mit einem Oberteil und Hosenrock und im japanischen Stil, ein zweiteiliges Outfit mit kurzen Ärmeln und Monpe. Das Gebrauch von Monpe, einer Art Hakama, die für Bauern und kaltes Wetter gedacht waren, war bis in die 30er Jahre größtenteils beschränkt auf Hokkaido und nördlichere Gebiete Japans, er wurde aber als geeignet bewertet, da er keine Gummibänder benötigte, die eine knappe Ware während des Krieges waren.

Da nie ein entsprechendes Gesetz verabschiedet wurde und von Frauen erwartet wurde, dass sie ihre Kleidung zu Hause selber nähten, gab es nie einen wirklichen nationalen Standard, jedoch wurde empfohlende Schnittmuster publiziert. Obwohl Monpe zu Beginn nicht sehr beliebt und in der Tat bei vielen als unattraktiv verschrien waren, wurde er populärer durch die steigende Zahl der Luftangriffe, da die Frauen sich wesentlich besser in ihnen bewegen konnte. Zudem wurden bei Luftangriffübungen Frauen die Monpe trugen viel gepriesen. Zum Ende des Krieges hin wurden Luftangriffe zum täglichen Ereignis und mehr und mehr Frauen begannen Monpe zu tragen.

1943 wurde das Gesetz bezüglich der Vereinfachung der KLeidung in Kriegszeiten vom Kabinett verabschiedet. Die Farbeinschränkung für neuangefertigte Männerbekleidung wurde aufgehoben, der Stil hatte jedoch immer noch der Nationaluniform zu entsprechen. Dies galt ebenso für Schuluniformen für Jungen außer denen der Grundschule, deren Kleidung nicht vorgeschrieben war. Die Uniform von Schülerinnen über der Mittelschule hatte der Standardfrauenbekleidung, die nun von der Regierung im ganzen Land verbreitet wurde, so weit wie möglich zu entsprechen.

Spätes Shōwa Zeitalter

Mit Ende des Krieges war es den Frauen wieder erlaubt Wafuku zu tragen. Monpe, eine Erinnerung an den Krieg, wurde größtenteils abgelegt, Wafuku jedoch, welches teuerer und schwieriger anzuziehen war, wurde nicht mehr zur ersten Wahl für Alltagskleidung und durch günstigere westliche Kleidung ersetzt. Bis etwa 1975 war es dennoch nichts Ungewöhnliches Frauen zu sehen, die Wafuku als alltägliche Bekleidung trugen. Bis in die 60er Jahre trugen Männer zu Hause japanische Kleidung, aber dieser Brauch nahm nach diesem Jahrzehnt stark. Zur gleichen Zeit hatte Wafuku einen kleinen Popularitätsaufschwung bei den Frauen, der daher rührte, das nun neuerdings Wolle für die Herstellung verwendet wurde. Wollkimono konnten in vielen attraktiven Farben hergestellt werden, waren leger und einfach zu tragen. Die steigende Popularität westlicher Kleidung jedoch sorgte bald für den Niedergang der Gofuku Branche.

Um den Verkauf wieder anzukurbeln, setzte die Branche darauf, Wafuku als "erforderliche Bekleidung" zu bestimmten Anlässen zu bewerben. Dies jedoch verstärkte nur das Bild der Bevölkerung, Wafuku sei schwierig und unpraktisch und die Branche nahm noch weiter ab.

Heisei Zeitalter (1989-heute)

Frau auf dem Cover der Kimono Hime in einem modernen Kimono Outfit

Nur sehr wenige Frauen tragen heute noch Kimono im Alltag, er ist jedoch üblich für wichtige Anlässe, wie Hochzeiten, Beerdigungen, Abschlussfeiern und bestimmte Feste, geblieben. Viele Frauen, auch jene, die eigene Kimono besitzen, benötigen die Hilfe eines professionellen Ankleiders um sie zu tragen. Der Yukata dagegen, welcher wesentlich einfacher zu tragen ist, ist immernoch sehr beliebt für Sommerfeste und andere Events und wird in vielen modischen Designs hergestellt. Kaufhäuser konkurrieren regelmäßig mit Ausverkäufen und besonderen Aktionen um sie zu bewerben.

Auch Männer tragen zunehmend modische Yukata, aber immernoch weitaus seltener als Frauen. Noch weniger wählen den Kimono als tägliche Kleidung und eine kleine Zahl trägt japanische Kleidung, wie Samue und Jinbei im Zusammenhang mit ihrem Beruf.

Seit den 90ern hat die Zahl der Second-Hand-Kimonoläden signifikant zugenommen und ein Kimonoboom wurde von Modezeitschriften wie "Kimono Hime," ausgelöst, die neue Hybride aus japansicher und westlicher Kleidung anpreisen. Beispiele für Bestandteile eines solchen Outfits sind zum Beipiel Kimono mit Highheels zu kombinieren oder Spitze als Obiage zu verwenden.

Wafuku im Vergleich zu westlicher Kleidung

Im Allgemeinen ist Wafuku charakterisiert durch Kleidungsstücke, die auf der Hüfte gebunden werde, Ärmel besitzen die weiter als der Arm selbst sind und um den Körper, mit der linken über die die rechte Seite (Ausnahme: Beisetzungskleidung), gewickelt werden. Während westliche Kleidung mit Knöpfen, Schnallen und Gürteln geschlossen wird, wird Japanische mit Obi und Himo gehalten und hat keine offenen Krägen, wie an Hemden oder Blusen. Japanischer Stoff ist meist nicht elastisch und japanische Gürtel/Schärpen eher aus Stoff als denn aus Leder gefertigt.

Die einzelnen Stücke für ein Wafukuteil werden von Stoffballen, Tan genannt, nur auf Länge, nicht auf Breite geschnitten. Yōfuku dagegen hat überwiegend kompliziertere Schnittmuster und verlangt verschiedenste Formen die aus dem Stoff geschnitten werden.

Wafukuarten


Wafuku im religiösen und künstlerischen Gebrauch in Japan

Wafuku wird noch heute regelmäßig genutzt von:

  • Künste
    • Geisha und Maiko
    • Kabuki Theater
    • Kadō (Blumenarrangement)
    • Kagaku (Höfische Musik)
    • Kōdan und Rakugo (Traditionelle Geschichtenerzählung)
    • Nihon Buyoh (Traditioneller Tanz)
    • Noh-Theater
    • Sadō (Teezeremonie)
    • Shigin (Poesie Sprechgesang)
  • Religion
    • Buddhistische Geistliche
    • Shinto Geistliche und Miko (Schreindienerinnen)
  • Sport
    • Aikido
    • Iaido
    • Judo
    • Karate
    • Kyudo (Bogenschießen)
    • Kendo
    • Naginata (Dolchkampf)
    • Sumo (von Athleten, Kampfrichtern, Ansagern und Saalanweisern)
  • Andere
    • Nakai (Kellner in traditionellen Restaurants und Herbergen)
    • Shogi (Japanischer Schach) Spieler (zu Meisterschaftsspielen)

Siehe auch

References

Dieser Artikel ist eine partielle Übersetzung des japanischen Wikipediaartikels 和服.

  1. Japanese Palaeolithic Period, Charles T. Keally
  2. EASTERN JAPANESE POTTERY DURING THE JOMON-YAYOI TRANSITION: A STUDY IN FORAGER-FARMER INTERACTION, Seiji Kobayashi, Kokugakuin Tochigi Junior College
  3. Unterkleid der Miko (Schreindienerinnen)
  4. Frauenmantel
  5. scharlachrote Hakama der Miko
  6. mittelalterliche Männerhakama
  7. Männerjacke der Edozeit
  8. Männerbekleidung der Heianzeit
  9. Jacke der Heianzeit
  10. Schürze die mit Kimono getragen wird
  11. Leichte Jacke, die von hochgestellten Mädchen der Heianzeit getragen wurde
  12. Robe buddhistischer Mönche und Nonnen
  13. Jacke der Heianzeit
  14. Männerkimono der Kamakurazeit
  15. Männerkimono der Edozeit
  16. Teil eines Jūnihitoe-Ensemble; kann auch einen nicht gefütterten Kimono bezeichnen
  17. Jacke, die von den Mitgliedern der kaiserlichen Familie der Heianzeit getragen wurde
  18. Männerkimono der Kamakurazeit
  19. Heianzeit Kleidung der kaiserlichen Familie
  20. Oberbekleidung der Miko
  21. Heianzeit Kleidung, getragen von Höflingen, Aristokraten und dem Kaiser am Hof; auch heute noch gelegentlich in Gebrauch
  22. seidene Fußbekleidung, die von jungen Mitgliedern der kais. Familie, Shinto-Geistlichen und Miko getragen wird
  23. Männerbekleidung der Heianzeit
  24. Tracht der Diener am kaiserlichen Hof